auto-motor-special 06/2017 • Seite 23
erstellt am 27.05.2017

 Foto: Hannes Dabernig

Im Tiroler Unterland starten die Kleinen zur Berg- und Talfahrt

Alle Jahre wieder: Mini „on tour“ 

Er besitzt ohne Wenn und Aber Kultstatus und entzückt seine Fans immer wieder durch seine barocke Kleinheit. Für die ist der Mini übrigens ein Familienmitglied. Das man gerne herzeigt. So auch am 24. Juni beim 6. Austrian Mini Weekend in Wörgl im Tiroler Unterland.

Wörgl/Tirol. Der Mini ist und bleibt ein Kultauto. Und diesen Status hat er sich auch verdient. Dass er überhaupt designed, entwickelt und gebaut wurde, verdanken wir der Suezkrise von 1956, die die erste Energiekrise mit spürbaren Auswirkungen auf die westliche Welt nach sich zog. Und so war der Mini geboren, der in seiner entzückenden Kleinheit sparsamst vier erwachsene Personen transportieren konnte.

Seinen Geburtstag feierte das anfangs in Birmingham/England produzierte Kultmobil dann am 18. August 1959. Was folgte, war eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. So wurden bis zum Jahr 2000 vom Ursprungs-Mini sagenhafte 5.387.862 Fahrzeuge produziert.

Heute zeigt er sich in neuem, modernem Outfit und erfreut sich weiter unbegrenzter Beliebtheit.
Wen wundert‘ s. Ist der Mini auch heute noch ein einmaliger Hingucker. Und ganz ehrlich: Wer kann dem kleinen Kerl schon böse sein, wenn er sich frech durch den Verkehr schlängelt, gewandt und souverän seine Kleinheit zu seinem Vorteil ausnützt?

Anlässlich des Austrian Mini Weekend am 24. Juni kehrt er bereits zum 6. Mal zurück nach Wörgl und präsentiert sich von seiner besten Seite beim Mini Street Meeting in der Bahnhofstraße.

Lange wird er allerdings nicht zu bewundern sein. So sind Kinder eben. Immer in Bewegung. Dem werden die Veranstalter dann auch gerecht. Mit einer hochalpinen Bergtour, die den Mini Konvoi über drei Pässe und zwei Länder führt. Die Strecke ist ganz klar: „Minilike“. Über das Ötztal und die Timmelsjoch Hochalpenstraße geht’s hinein ins Südtiroler Land, vorbei an der atemberaubenden Kulisse der 3000er in den Ötztaler Alpen.

Über das Passeiertal und einer kleinen Rast beim Sandwirt, dem Geburtshaus des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer anno 1809 führt die Route dann über den Jaufen- und Brennerpass wieder zurück nach Wörgl. Dort kann er dann wieder ruhen.

Aber nur bis zum nächsten Morgen. Dann ist er nämlich schon wieder voller Tatendrang. Wie ein Kind eben…