auto-motor-special 08/2018 • Seite 20
erstellt am 07.07.2018

Audi schließt Analysen seiner V-TDI-Motoren ab

Nichts zu verbergen

Auf dem Weg hin zur Aufarbeitung der Dieselkrise hat die Audi AG ein wichtiges Etappenziel erreicht.

Salzburg(at). Nach dem Abschluss der internen technischen Analysen all seiner V-TDI-Motoren informierte der deutsche Automobilproduzent Audi das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als zuständige Behörde über die wesentlichen Ergebnisse. Die Details werden in den kommenden Wochen durchgesprochen. Im Fokus standen die aktuellen Modelle mit V6-TDI-Motoren der Generation 3.

Bei den jüngsten internen Analysen zeigte insbesondere die neue Oberklasse mit dem Audi A8, dem Audi A7 Sportback, dem Audi A6 und A6 Avant sowie dem Audi Q8 keinerlei Befund. Seit 2016 hatte das Unternehmen rund 700 Varianten bis ins Detail untersucht.

„Für mich stehen unsere Kunden absolut im Mittelpunkt“, betont Abraham Schot, kommissarischer CEO und Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing der Audi AG: „Wir haben in der technischen Aufklärung einen großen Fortschritt gemacht. Nach der aufwendigen Detailarbeit liegen die Fakten auf dem Tisch. Das muss unser Anspruch sein, schließlich haben wir durch die Dieselkrise viele unserer Kunden verunsichert und enttäuscht.“

Gegenstand der umfangreichen Untersuchungen waren alle V6- und V8-TDI-Motoren, wie sie bei Audi in Modellen der Mittel- und Oberklasse zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um rund sechs Millionen Autos nach der Norm Euro 5 und Euro 6, die in den Jahren seit 2008 gebaut wurden und an Kunden in Europa und anderen Märkten (außerhalb USA und Kanada) ausgeliefert wurden.

Damit prüften die Experten auch bereits den Status all jener Aggregate der Generation 2 evo und Generation 3, die ab Mitte 2014 angelaufen sind oder sogar erst mit Beginn des neuen Abgasstandards WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) ab 1. September 2018 zum Einsatz kommen werden.

„Die Untersuchungen waren komplexer als erwartet“, resümiert Audi-Beschaffungsvorstand Bernd Martens, der die interne Taskforce zur Aufarbeitung der Dieselkrise leitet: „Bei jedem einzelnen Dieselaggregat mussten wir tief in die Software-Codes einsteigen, um selbst Randbereiche des Fahrprofils zu überprüfen. Ein echter Kraftakt, den unsere Entwickler zusätzlich zu ihrer Kernarbeit an neuen Audi- Modellen geleistet haben. Für diese aufwändige Analyse durchforsteten die Mitarbeiter unserer Motorenentwicklung insgesamt Dokumentationen mit einem Umfang von mehr als 750.000 Seiten.“

Bislang hat das KBA dem Unternehmen im Rahmen der Dieselkrise sieben Bescheide für angeordnete Software-Updates zugestellt. Das entspricht einem Volumen von rund 240.000 Fahrzeugen weltweit. Für 370.000 Fahrzeuge mit V-TDI-Motoren bietet Audi – wie beim Diesel-Gipfel im August 2017 vereinbart – in Deutschland ein freiwilliges Software-Update zur Verbesserung der Emissionen im realen Straßenverkehr an.

Das Nachrüstprogramm ist für die Audi-Kunden stets kostenfrei und wird sich weder auf Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionswerte, Motorleistung, maximales Drehmoment und Geräuschemissionen noch auf die Dauerhaltbarkeit des Motors und des Abgasnach-behandlungssystems negativ auswirken, so die Audi-Ingenieure.

Die USA und Kanada sind von den vorgestellten Ergebnissen der Audi-internen Analysen nicht betroffen. Das Unternehmen ist in Nordamerika einen Schritt weiter: Bei den dort eingesetzten Motorgenerationen liegt bereits in vier von fünf Fällen die Freigabe der zuständigen Zulassungsbehörden für die Maßnahmen vor. Rund zwei Drittel dieser Autos sind bereits bearbeitet.

Von A bis Z • Seite 21
erstellt am 25.01.2018

Von Alfa bis Zagato

Honda ist mit einer Jahresproduktion von 27,3 Millionen Motoren der weltweit größte Motoren- und Motorradhersteller. Der japanische Konzern beschäftigt weltweit über 182.000 Mitarbeiter und ist mit 40 Produktionsstätten in 17 Ländern vertreten. Neben der Fertigung von Motorrädern, Automobilen und Motorgeräten sorgt Honda mit innovativen und zukunftsorientierten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für Furore. Honda Motor Co., Ltd. wurde im Jahr 1948 von Soichiro Honda gegründet und nahm ihren Geschäftsbetrieb mit der Fertigung von Motorrädern auf.

Jaguar. Seit mehr als acht Jahrzehnten steht der Name Jaguar in der Automobilwelt für elegantes Design ebenso wie für atemberaubende Leistung. Das heutige Modellangebot mit dem Jaguar Signet verkörpert „The Art of Performance“ in herausragender Weise. 2018 wird die Modellfamilie um den Performance-SUV I-Pace, den ersten elektrisch betriebenen Jaguar, erweitert. Darüber hinaus besteht das Jaguar Portfolio aus den erfolgreichen und vielfach prämierten Limousinen-Baureihen XE, XF (mit XF Sportbrake) und XJ ebenso wie dem rassigen Sportwagen F-Type, dem Performance-SUV F-Pace, von dem Jaguar in kurzer Zeit so viele Fahrzeuge verkauft hat wie noch nie in seiner Geschichte sowie dem Kompakt-SUV E-Pace.

Land Rover entwickelt und produziert seit 1948 4x4-Fahrzeuge, die sich weltweit mit ihrer Geländetauglichkeit und ihrer großen Bandbreite an Fähigkeiten einen unverwechselbaren Namen gemacht haben. Die Modellpalette umfasst die sechs Baureihen Discovery Sport, Discovery, Range Rover Evoque, Range Rover Velar, Range Rover Sport und Range Rover. Rund 80 Prozent der Produktion gehen in den Export in mehr als 170 Länder. Bei den World Car Awards 2018 holt sich der Range Rover Velar die Auszeichnung World Car Design of the Year und tritt damit die Nachfolge des Jaguar F-Pace an, der im Vorjahr mit diesem Titel und als World Car of the Year geehrt wurde.

Lexus - die 1989 eingeführte Marke ist weltweit bekannt für ihre Produktqualität, seit 1990 ist die Marke auf dem österreichischen Markt vertreten. Lexus ist der erste und bis heute einzige Hersteller von Premium-Fahrzeugen mit einer umfassenden Palette von Hybridfahrzeugen. Diese umfasst den ersten Premium-Kompaktwagen mit Vollhybridantrieb Lexus CT, die Oberklasse-Limousine Lexus GS, die Luxus-Limousine Lexus LS, den Premium-SUV Lexus RX, den kompakten Premium-SUV Lexus NX, das Sportcoupé Lexus RC sowie die Sportlimousine Lexus IS mit unterschiedlichen Motorvarianten. Ein besonders dynamisches Fahrerlebnis verspricht die auf Rennstrecken abgestimmte F-Modellreihe, die derzeit (Stand 3/2018) aus dem RC F und dem GS F besteht.

Mitsubishi - besteht seit über 100 Jahren, ist seit vierzig Jahren in Österreich vertreten, und verfügt über 85 Jahre Allrad-Erfahrung. Zukunftsweisende, innovative alternative Antriebstechnik und die bewährte Drei-Diamanten-Qualität, dies macht die Automobilmarke Mitsubishi zum einem verlässlichen Partner im Alltag.

Peugeot ist in 160 Ländern mit mehr als 10.000 Verkaufsstellen vertreten und hat 2017 weltweit 2.119.845 Fahrzeuge abgesetzt. Das bedeutet ein Plus von 10,4 Prozent gegenüber 2016. Die automobile Geschichte der 1889 geschaffenen Marke wurde dieses Jahr mit dem erneuten Sieg bei der Dakar Rally um ein Kapitel reicher. 2017 wurde mit dem Peugeot 3008 zum fünften Mal in der Automobilgeschichte mit dem Titel „Auto des Jahres“ ein Peugeot ausgezeichnet. Die Auszeichnung „Engine of the Year“, 2017 zum elften Mal in Folge für einen Peugeot-Motor, unterstreicht das Know-How im Motorenbau.

Škoda - eines der weltweit traditionsreichsten Fahrzeug-Unternehmen. Škoda wurde bereits in den Pioniertagen des Automobils (1895) gegründet. Der Stammsitz des Unternehmens ist unverändert Mladá Boleslav. Škoda beschäftigt mehr als 30.000 Mitarbeiter weltweit und ist in über 100 Märkten aktiv. 2017 lieferte Škoda weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge an Kunden aus. Škoda gehört seit 1991 zum Volkswagen Konzern und entwickelt selbständig im Konzernverbund Fahrzeuge ebenso wie Motoren- und Getriebe-Komponenten.

Subaru - eigenen Angaben zufolge der weltgrößte Hersteller von allradgetriebenen Pkw. Die Marke gehört zum japanischen Konzern Subaru Corporation. Subaru gilt als Pionier der Allradtechnik in Personenwagen und brachte 1972 den ersten Allrad-Pkw auf den Markt. Bis heute hat Subaru weltweit über 20 Millionen Fahrzeuge produziert, davon rund 17 Millionen Allrad-Fahrzeuge (Stand: Dezember 2017). In der Rallye-Weltmeisterschaft gehörte Subaru zu den Top-Teams und gewann sechs Weltmeistertitel.

SsangYong ist der viertgrößte Automobilhersteller Südkoreas, er produziert aus-schließlich in Südkorea nach modernsten Fertigungsmethoden und strengsten Qualitäts-standards. Es besteht eine Technologie-Partnerschaft mit Daimler-Benz, seit 2016 gehört das legendäre Designstudio Pininfarina zum Konzern, das für künftige Designs mitverantwortlich ist. Die Marke ist heute in 91 Ländern vertreten. Eigentümer ist seit 2010 der indische Konzern Mahindra, der hinter den Investitionen steht.