M I T . W E L T • auto-motor-special 03/2021
erstellt am 10.02.2021

Rotax Wasserstoff-Schneemobil Lynx HySnow erstmals im Pisten-Einsatz
Foto: Rotax

Grünes Schneefahrzeug von Rotax

Made in Austria

Das 2020 vorgestellte Konzept-Schneefahrzeug Lynx HySnow ist nun im Skigebiet Hinterstoder mit grünem Wasserstoff aus der eigenen Betankungsanlage im Echtbetrieb.

GUNSKIRCHEN (at). Das hoch innovative HySnow Wasserstoff-Projekt fördert die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und trägt zur Dekarbonisierung des Wintertourismus bei. Das Projekt HySnow wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds im Rahmen seines Programmes „Leuchttürme der E-Mobilität“ gefördert.

Umgesetzt wurde es in Kooperation mit der HyCentA Research GmbH, Fronius International GmbH, der Technischen Universität Graz, der Skiregion Hinterstoder und Wurzeralm sowie der ElringKlinger AG und der ECuSol GmbH

Gerade auch in Wintersportgebieten sind die Lärm- und Schadstoffreduktion sowie der Einsatz erneuerbarer Energiequellen ein stets wachsendes Thema. Um die Dekarbonisierung des Wintertourismus voranzutreiben, entwickelte das oberösterreichische Unternehmen BRP-Rotax ein mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betriebenes Schneefahrzeug. Nun sind der Lynx HySnow sowie die ergänzende Wasserstoff-Betankungsanlage, die vor Ort grünen Wasserstoff erzeugt, erstmals im Skigebiet Hinterstoder im Echtbetrieb.

Der Lynx HySnow, der nur Wasserdampf emittiert und nahezu geräuschlos fährt, punktet mit einem drehmomentstarken elektrischen Antrieb sowie mit guten Betriebsmöglichkeiten bei kalten Temperaturen. Nach eineinhalb Jahren experimenteller Entwicklung am Prüfstand und im Fahrzeug kann das Brennstoffzellensystem nun bereits 120 Betriebsstunden vorweisen.

Zudem ist das Fahrzeug von Rotax in ein wahres Wasserstoff-Ökosystem eingebettet: Zentraler Kern des Projektes ist die Wasserstoffproduktions- und Betankungsanlage, die in Zusammenarbeit mit Fronius entwickelt wurde. Sie erzeugt direkt neben der Piste grünen Wasserstoff für das Fahrzeug. Mit den Elektrolysemodulen konnten in 300 Betriebsstunden bereits 50 kg Wasserstoff produziert werden.

Trotz Erfolgen erweist sich die Weiterentwicklung der emissionsfreien Wasserstofftechnologie weiterhin als herausfordernd. „Speziell die Verfügbarkeit geeigneter und kostengünstiger Systemkomponenten ist noch sehr eingeschränkt“, so Wolfgang Rapberger, GM BRP-Rotax / Representative of the Management Board, über das laufende Projekt. „Im nächsten Schritt möchten wir einen speziellen Fokus auf die Industrialisierung, Modularisierung sowie Komplexitätsreduktion richten. Mit Fronius als Infrastrukturlieferant, ElringKlinger als Brennstoffzellenstack-Lieferant und BRP als Fahrzeuglieferant hat sich hierzu eine kraftvolle Einheit formiert.“