A U T O . T E S T • auto-motor-special 12/2020
erstellt am 02.11.2020

Robuste Basis, technische Raffinessen und stahlharte Sicherheit im Sinne des Wortes: der Subaru Forester überzeugt im auto-motor-special-Test auf ganzer Linie
Fotos: igm/Bolzano

Test Subaru Forester 2.0i e-Boxer Premium

Jägermeister

Forester young haben wir bereits getitelt und recht behalten. Mit der e-Boxer-Technologie werden dem Forester nun weitere Schienen in eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Die Feinarbeiten an der Neuauflage wirken sich äußerlich, im Innenraum und technisch vielversprechend aus.

BREITENBACH (at). Die Konkurrenz schläft nicht, das ist den Ingenieuren der japanischen Marke sonnenklar. Prämierte Assistenz- und Sicherheitssysteme wie Eye Sight sollen weiterhin Vorreiter-Rollen spielen. Sie werden es, daran gibt es nichts zu rütteln.

Gesichtserkennung
Die Systeme, wir setzen sie als bekannt voraus - siehe u.a. auto-motor-special-Seite 10) - wurden weiter ausgefeilt und ergänzt, den Side View Monitor (Bereich rechts vorne) haben wir regelmäßig eingeschalten und das Driver Monitoring System ebenfalls schätzen gerlernt. Diese Technologie warnt den Fahrer nicht nur vor Ablenkung und Übermüdung, sondern justiert auch Sitzposition, Außenspiegel und Klima-Einstellungen auf die Präferenzen des Fahrers. 

Eine Waschvorrichtung gibt es nun serienmäßig für die Rückfahrkamera, über den blitzsauber integrierten Monitor wird das rückwärts Einparken in Verbindung mit dem Side View Monitor zum Kinderspiel, trotz der doch respektablen Größe des Fahrzeuges.

Das "Premium"-Testfahrzeug erfreute uns u.a. mit beheizbarem Lenkrad sowie beheizbaren Vorder- und Rücksitzen. Das elektrisches Glasschiebedach sorgte für beste Laune, das integrierte Navigationssystem dafür, dass diese auch bei diversen Suchaktionen erhalten blieb.

Dort, wo meine Heimat ist: der Forester ist halt einmal für ländliche Gegebenheiten wie geschaffen, dank e-Motor macht er sich aber auch im urbanen Raum viele Freunde

Zum Anfahren und bei niedriger Geschwindigkeit wird der Subaru Forester rein elektrisch vorwärtsbewegt. Wir nutzten dies vorwiegend in den Dreißiger-Zonen - zu unserer und der Anwohner bzw. Passanten Freude.

Mit dem permanent arbeitenden Allradantrieb waren wir für sämtliche Einsatzmöglichkeiten bestens gerüstet, der direkteinspritzende Zweiliter-Boxer-Benzinmotor glänzte mit seiner Durchzugskraft und guter Energieververwertung - ein Verdienst des auf dem Lineartronic-Getriebe platzierten Elektromotors, der für entsprechenden Schub und für eine effiziente Spritverwertung sorgt.

Per Knopfdruck kann über das Motormanagementsystem SI-Drive zwischen intelligentem und sportlichem Beschleunigungsverhalten gewechselt werden, je nach Lust und Laune der Fahrzeuglenkerin/des Fahrzeuglenkers.

Trotz der Bodenfreiheit von 22 Zentimetern, die den Forester geländetauglich macht, liegt die Straßenlage auf Asphalt über dem Durchschnitt. Wankbewegungen sind dem japanischen Allradler fremd, ebenso wie ein Versetzen - das auch mit mutwillig "bösen" Bremsmanövern  nicht provozierbar ist. 

Der tief liegende Boxermotor und der symmetrisch verlaufende Antriebsstrang tragen naturgemäß das ihre zur Stabilität bei. Dank der Platzierung der Batterie über der hinteren Fahrzeugachse konnte der ausgeglichene Charakter des Forester weiter erhöht und eine noch bessere Gewichtsverteilung des Fahrzeugs erreicht werden. Der Subaru Forester ist absolut langstreckentauglich, leise und unaufgeregt werden Autobahnetappen auch in höheren Geschwindigkeitsbereichen erlebt.

Zur Gelände- bzw. Wintertauglichkeit: Dank zweier X-mode-Kennungen (leichtes offroad oder Tiefschnee/Schlamm) gibt es kaum mehr ein Halten, egal bei welchem Untergrund, egal bei welchem Wetter. Den erklommenen Berg oder Hügel muss fraumann aber auch wieder hinunter. Mit der Bergabfahrhilfe Hill Descent Control kein Problem, der Subaru Forester behält dabei eine fixe Geschwindigkeit bei. So können auch für nicht befahrbar gehaltene Gefälle sicher und angstfrei bewältigt werden.                                                                          FRANZ WEICHINGER

TECHNISCHE DATENSubaru Forester 2.0i e-Boxer PremiumMotor: Boxer, Vierzylinder-VierventilerAntrieb: Allrad Siebengang-AutomatikHubraum: 1.995 ccmMax. Leistung: 110kW/150 PS/5.600 U/minMax. Drehmoment: 194 Nm/4.000 U/min e-Motor-Leistung: 12,3kW/16,7 PSHöchstgeschwindigkeit: 192 km/hBeschleunigung: 0 bis 100 km/h in 11,4 sekBereifung: 225/55 R18 Continental Winter C Testverbrauch auf 100 km: 6,8 Liter SuperUmweltschutz: C02-Emission: 154 g/km Anhängelast: 1.870 kgTestwagen-Preis: € 44.990,- (inkl NoVa/MwSt)

Die Höchstgeschwindigkeit konnten wir auf deutschen Autobahnabschnitten ausfahren und uns dabei vergewissern, dass der e-Boxer auch ein tolles Langstreckenfahrzeug ist - müssig zu schreiben, dass wir u.a. einen ausgewachsenen Buchsbaum gut über die Grenze brachten

Der tiefstehenden Herst-Sonne nahmen wir mit verlängerbaren Blenden die Schärfe, die Stereo-Kamera des Eye-Sight-Systems ist im Bild oben - bei genauen Hinsehen - zu erkennen