P E R S O N . A L I A • auto-motor-special 06/2020
erstellt am 14.03.2020

In Bereichen wie Konnektivität, Sprachassistenz und Cybersicherheit leisten weibliche Ingenieure und Expertinnen bei Seat einen bedeutenden Beitrag
Foto: Seat

Frauen, die die Zukunft gestalten

Wichtige Rolle

Die automobile Zukunft wird zunehmend weiblich: In Ländern wie Großbritannien hat sich die Zahl der weiblichen Ingenieure in den letzten fünf Jahren verdoppelt.

SALZBURG (at). Auch wenn man die Automobilindustrie für eine Männerdomäne halten könnte: Frauen haben seit jeher großen Einfluss in diesem Bereich. Rückspiegel, Blinker und Straßenmarkierungen sind allesamt Innovationen, die wir Frauen zu verdanken haben.

Anna Homs ist Ingenieurin bei Seat und Projektmanagerin für Innovationen im Volkswagen Konzern. Die 27- Jährige entwickelt sprachgesteuerte Assistenten – für das Jahr 2030. Sie leitet ein Team von Fachleuten aus China, den USA und Deutschland, die gemeinsam die Bedürfnisse der Nutzer von heute untersuchen, um schon zehn Jahre im Voraus die Konzepte von morgen zu entwickeln. Anna Homs erzählt: „Sprachassistenten werden in der Mobilität der Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, da sie eine einfache und bequeme Form der Kommunikation darstellen. Die Sprachsteuerung kommt immer häufiger zum Einsatz: zuhause, beim Smartphone und natürlich auch im Auto.”

Ein weiteres, zentrales Element für die Mobilität von heute und auch von morgen ist die Konnektivität. Paqui Lizana, Managerin Digitale Produkte bei Seat, sieht das Hauptziel ihrer Arbeit darin, den Umgang mit immer komplexer werdenden Sachverhalten zu erleichtern. Sie führt aus: „Ein vollständig vernetztes Ökosystem wird uns die Möglichkeit geben, dem Nutzer jederzeit proaktiv das beste Fortbewegungsmittel vorzuschlagen – sei es das Auto, das Motorrad ...”

Um in dieser vernetzten Mobilität der Zukunft die Sicherheit zu gewährleisten, braucht es Frauen wie Mareike Gross. Sie leitet in der Entwicklungsabteilung von Seat das Team Elektronische Systeme, Packaging und Cybersicherheit und erklärt: „Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dass unsere Fahrzeuge gegen mögliche digitale Angriffe optimal geschützt sind.”

Seat möchte technische Studiengänge und den Automobilsektor für weibliche Kandidaten attraktiver machen. Dazu hat das Unternehmen mit der Polytechnischen Universität Katalonien eine MINT-Initiative ins Leben gerufen, um Kinder im Alter von neun bis 12 Jahren für technische Berufe zu begeistern. Man geht davon aus, dass bereits in diesem Alter der Grundstein für die spätere Berufswahl gelegt wird.

Einige der Ingenieurinnen, die bei Seat arbeiten, werden im Rahmen dieser Initiative weiterführende Schulen besuchen und Schülerinnen darüber informieren, welche Möglichkeiten ihnen nach dem Schulabschluss offenstehen.