auto-motor-special 09/2017 • Seite 16
erstellt am 21.08.2017

Dritte SUV-Generation von Porsche absolviert Erprobungsmarathon

Härtetest für den neuen Cayenne

Damit auch die Neuauflage - Weltpremiere am 29- August - des seit 2002 mehr als 760.000 Mal verkauften Erfolgsmodells Cayenne die höchsten Qualitätsanforderungen von Porsche erfüllt, hat das SUV einen komplexen und anspruchsvollen Erprobungsmarathon absolviert – weltweit und unter Extrembedingungen.

Salzburg. Egal, ob minus 45 Grad oder plus 50 Grad: Die Prototypen und Vorserienfahrzeuge legten insgesamt rund 4,4 Millionen Testkilometer zurück.

Erklärtes Ziel war es, den höchsten Qualitätsansprüchen von Porsche gerecht zu werden. Konkret bedeutet das unter anderem harte Dauertests auf so genannten Hydropulsern, einer hydraulischen Prüfanlage, die mit künstlich erzeugten Schwingungen und Vibrationen Fahrwerk und Karosserie gleichermaßen zusetzt.

Das Testprogramm beinhaltet außerdem reale Betriebsfestigkeitsbelastungen on- und offroad auf dem Porsche-Prüfgelände in Weissach oder Dauerläufe inner- und außerhalb des Prüfgeländes. Dabei wird ein Fahrzeugleben unter so harten Einsatzbedingungen simuliert, wie sie in Kundenhand praktisch ausgeschlossen sind. Unter Alltagsbedingungen absolvieren die Fahrzeuge im Schichtbetrieb innerhalb weniger Monate bis zu 240.000 Kilometer im Stadtverkehr, auf Landstraßen und Autobahnen.

Für die Simulation von Extrembelastungen sind die Prototypen des neuen Cayenne rund um die Welt unterwegs. Auch auf Rennstrecken, die Porsche traditionell für die Erprobung all seiner Modelle nutzt: In Deutschland sind das der Hockenheimring und die besonders anspruchsvolle Nürburgring-Nordschleife.

In Italien umrunden die Testwagen den 12,6 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs von Nardò im Dauerbetrieb. Material, Sensorik und Elektronik müssen ihre Qualität und Haltbarkeit in unterschiedlichen Klimazonen unter Beweis stellen – bei bis zu plus 50 Grad Celsius in den Dünen von Dubai (VAE) und auf staubigen Pisten im Death Valley (USA) sowie bei bis zu minus 45 Grad Celsius auf Eis und Schnee in Alaska (USA).

Die dritte Generation des Porsche Cayenne musste außerdem bereits den Stop-and-Go-Verkehr in schwül-heißen chinesischen Metropolen überstehen, meisterte Prüfstrecken in Schweden, Finnland und Spanien und wurde für umfangreiche On- und Offroad-Tests bis nach Südafrika, Japan und Neuseeland transportiert.