auto-motor-special 09/2017 • Seite 13
erstellt am 25.07.2017

Jaguars Topversion XJR575 begeistert nicht nur Rechtslenker

Schleichkatze

Jaguar bietet zum neuen Modelljahr seine Luxuslimousine XJ in der High Performance Variante XJR575 an. Hinzu kommen technologische Neuerungen in den Bereichen Infotainment und Fahrassistenzsysteme.

Die Topversion XJR575 leistet 423 kW (575 PS) und damit 25 PS mehr als das Vorgänger-Aggregat. Mit maximal 700 Nm Drehmoment beschleunigt der XJR575 in nur 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h; zugleich steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 300 km/h.

Neben eigenständigen Exterieur-Details – darunter zwei Sonderfarben des Geschäftsbereichs Special Vehicles Operations (Velocity Blue und Satin Corris Grey ) – setzen im Innenraum 575-Embleme und optionale Ledersitze mit Diamantsteppung eigene Akzente. Zu den für den Jaguar XJR575 maßgeschneiderten Exterieur-Teilen zählen eine Heckspoilerlippe, breitere und ausgestellte Türschweller, Luftauslassöffnungen auf der Motorhaube und größere Einlassöffnungen in der Frontschürze.

Unabhängig vom neuen XJR575 hat Jaguar alle XJ Modelle zum Modelljahr 2018 technologisch aufgewertet. Das Premium Infotainment-System Touch Pro umfasst unter anderem eine Tür-zu-Tür-Navigation, einen 4G WiFi Hotspot und ein 1.300 Watt starkes Meridian Signature-Reference-Soundsystem. Alles zu bedienen über einen 10’’ großen zentralen Touchscreen, der sich mit vom Smartphone bekannten Gesten wie Wischen oder Zoomen bedienen lässt.

Zu den neuen Fahrassistenzsystemen gehört unter anderem ein autonomer Notfall-Bremsassistent mit Fußgängerschutz. Das System stützt sich auf ein nach vorn gerichtetes Kamerasystem von Bosch. Bis maximal 50 km/h verhindert es per Vollbremsung einen Aufprall, bis maximal 80 km/h wird ein möglicher Kontakt abgemindert.

Der Spurhalteassistent erkennt die Position des Fahrzeugs und misst Lenkeingaben. Bei einem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur wird der XJ über einen sanften Lenkimpuls wieder in die ursprüngliche Fahrspur zurückbewegt. Der angeschlossene Aufmerksamkeitsassistent erkennt aufgrund ungewöhnlicher oder fehlender Lenkbewegungen, wenn der Fahrer müde wird oder seine Konzentration nachlässt. Daraufhin erfolgen eine in mehreren Stufen vorgenommene visuelle und akustische Warnung und die Aufforderung, eine Pause einzulegen.

Der in Kombination mit dem 3,0 Liter großen V6-Benziner (250 kW /340 PS) erhältliche Allradantrieb sorgt für zusätzliche Sicherheit bei schwierigen Wetter- und Fahrbahnverhältnissen. Tritt Schlupf an der Hinterachse auf, wird unmittelbar und bedarfsgerecht Drehmoment auf die Vorderachse verlagert.

Mit Hilfe der All Surface Progress Control (ASPC) kommen auch die Modelle mit Heckantrieb auf glattem Untergrund sicher vom Platz. ASPC arbeitet bei niedrigen Geschwindigkeiten und regelt das Zusammenspiel zwischen Gaspedal und Bremsen, ohne dass der Fahrer einen Fuß auf ein Pedal setzen muss. Der Fahrer muss den Jaguar nur lenken, nachdem er zuvor über die Cruise Control-Tasten am Lenkrad die gewünschte Geschwindigkeit eingegeben hat - very british, eben!