auto-motor-special 07/2017 • Seite 24
erstellt am 09.05.2017

Sieben Dinge, die Sie über Trulli wissen müssen

Kuriose Kegelbauten in Apulien 

Nur in Apulien findet man die wunderlich aussehenden Kegelbauten, die sogenannten „Trulli“. Die ehemaligen Bauernhäuser mit den markanten, spitzen Dächern aus Stein sind eine ganz besondere Sehenswürdigkeit im Itria-Tal.

Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts waren die einstigen „Arme-Leute-Häuser“ fast vergessen. Doch heute sind die Trulli die Berühmtheiten in der südöstlichen Region. Was hat es mit diesen Zipfelmützenhäusern auf sich?

Das Vergleichsportal für Ferienhäuser Holidu verrät sieben interessante Fakten über Trulli. 

Wo findet man die Trulli? Die Kegelbauten gibt es nur im Itria-Tal, das um die drei Provinzen Bari, Brindisi und Taranto liegt. In der kleinen Stadt Alberobello gibt es sogar ein ganzes Viertel, das nur mit Trulli bebaut ist, und daher zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Speicher mit Charme: Ursprünglich wurden die Trulli von Bauern als Notunterkünfte oder als Speicher für Arbeitswerkzeuge genutzt. Heute kaum noch vorstellbar, denn die Trulli werden als Restaurants, Museen und Wohnhäuser genutzt. Diese sind mit meist mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet – von WLAN bis Pool.

Einfach wie ein Kartenhaus: Trulli wurden in Trockenmauer-Bauweise errichtet und kommen ganz ohne Mörtel aus. Der Grund liegt im 17. Jahrhundert: Bei angekündigten Kontrollen konnten einst die Häuser ganz schnell abgebaut werden, um der vom König erhobenen Grundsteuer zu entgehen. Danach wurden die Trulli wieder aufgebaut.

Glück auf dem Dach: Auf dem Giebel vieler Trulli findet man Verzierungen und Symbole. Diese individualisierten die ziemlich ähnlich aussehenden Trulli wie eine Art Hausnummer. Bei der Auswahl der Symbole wählten die Bewohner Glücksbringer, die überirdische Kräfte zum Schutz herbeirufen sollten. 

Natürliche Klimaanlage: Dicke Wände bis zu zwei Meter sowie wenige, kleinen Fenster gewährleisten konstante Temperaturen und ein angenehmes Raumklima. Im Sommer bleibt die Hitze draußen, im Winter schützt die Bauweise vor Kälte.

Was kostet ein Trullo? Die Kaufpreise schwanken je nach Ausstattung zwischen einigen tausend bis zu mehreren hunderttausend Euro. Eigentümer sind oft Briten, die die Häuser als Renditeobjekte schätzen. 

Urlaub im Trullo: Auch das ist möglich! Laut Holidu, dem Vergleichsportal für Ferienhäuser, zahlen zwei Personen durchschnittlich 556* Euro pro Woche in der Nebensaison und 909 Euro in der Hauptsaison. Im Juni 2017 sind bereits 60 % aller Trulli ausgebucht, im August bereits 75 %. Insgesamt listet Holidu über 1.300 Trulli von verschiedenen Anbietern in einem transparenten Preisvergleich. Je nach Bedarf und Budget bieten Trulli viel Komfort: fast die Hälfte (49 %) der Trulli verfügt über einen Pool, 3,8 % sogar über einen Whirl-Pool. 66 % bieten WLAN, 38 % Klimaanlage. In 353 Trulli (27 %) dürfen Urlauber Hunde mitbringen. (*Nebensaison: 10.-17. Juni 2017; Hauptsaison 12.-19. August 2017.)