auto-motor-special 01/2018 • Auto-Test Archiv
erstellt am 02.07.2018

Witterungsbedingungen setzen dem Subaru Levorg kaum zu, nur Komplett-Straßensperren könn(t)en ein Vorwärtskommen verhindernFotos: IGM/Bolzano

Test Subaru Levorg 1.6 GT-S Exclusive

Le "Vorg"

Zugegeben, Levorg ist ein Kunstname, dessen Zusammensetzung wir jetzt nicht aufwärmen wollen. In den Adelsstand heben wir den Subaru-Sproß dennoch, und dies nicht allein wegen der Abstammung.

Mieders/Stubaital. Kein gutes Wetter habts euch ausgesucht, so Lisa Winkler bei der Abholung des Sport Tourer. Gerade recht, so der Tester, je schlechter, desto besser: Subaruwetter, dem Test einmal schon vorweg genommen.

Wir nehmen Platz hinter dem tollen, unten abgeflachten, Multifunktionslenkrad aus Leder und drücken den Startknopf. Sintflut bei der Fahrt über den Achensee nach Bad Tölz. Abwechselnd Starkregen oder Schneefall, Schneefahrbahn, Nebel und orkanartiger Wind. So manchem - auf der Straße liegendem - Ast musste ausgewichen werden.

Aber nicht nur jenen, es kam zu einer nicht alltäglichen Bewährungsprobe: der sehr kurzsichtige Fahrer (mit Schirmmütze) eines schneeweißen SUV nahm uns abrupt die Vorfahrt. Schlagbremsung, bestens assistiert von den Subaru-Notsystemen und dem kurzimpulsigem ABS verhinderten den ansonsten wohl unvermeidlichen Zusammenprall.

Exkursion: Das von Subaru selbst entwickelte Fahrerassistenzsystem „EyeSight“ identifiziert Pkw, Lkw und  Busse,  Rad-  und  Motorradfahrer,  Fußgänger  sowie Fahrbahnmarkierungen.  Es unterstützt  den  aufmerksamen Fahrer mit Assistenzfunktionen, die  das  Autofahren sicherer machen. Notbremssystem  mit  Kollisionswarner, Querverkehrsassistent, adaptive  Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent mit Lenkunterstützung bilden die Hauptfunktionen.

Die  Serienausstattung  des  Levorg 1,6 GT-S läßt so und so keine Wünsche mehr offen. Der permanente  Allradantrieb  Symmetrical  AWD, die  stufenlose  Automatik  Lineartronic, die Stop & Go-Startautomatik, Auto Vehicle Hold (abschaltbar), die Sprachsteuerung - einzeln aufgezählte Highlights. Inklusive Ledersitze und Navigationssystem im  Exclusive (Testwagen).

Wobei es uns eigentlich nicht so um Sprachsteuerung oder ähnliche Gimnicks geht, die ausschaltbare Fahrzeugdynamikregelung, das Stabilitätsprogramm  VDC (Vehicle  Dynamics  Control - es rechnet zugunsten der Stabilität und Traktion Lenkradeinschlag,  Schräglaufwinkel und Querbeschleunigung ein), interessiert uns viel mehr.

In der Praxis: Der Levorg liegt auf der Straße wie ein Brett, spätes Einlenken (elektronische Servo) in die Kurven zeigt das ausgewogene Fahrverhalten eindrucksvoll auf. Spielerisch leicht (und narrensicher) lässt sich der allradangetriebene Japaner neutral durch Biegungen jeglicher Art driven/treiben, auch in Extremsituationen. Das sportlich ausgelegte Fahrwerk zeigt in scharf gefahrenen Abschnitten erst das wahre Potential auf.

Es ist auch an ein Überholen an unmöglichen Stellen zu denken, es ist problemlos durchführbar, ohne sich oder andere zu gefährden. Den Superantritt erlaubt das Drehmoment (250 Nm bereits  ab 1.800 U/min). Die Schaltwippen (sieben Stufen, im Automatikbetrieb stufenlose Untersetzung, kettengetrieben), die schärfere Motorkennung  (S-Modus) und ein gutes Auge des Fahrers tun ihr Übriges. Da wird so mancher Sportwagen ganz einfach stehen gelassen.

Bereits bei 4.800 U/min steht die PS-Höchstleistung an. Ein Ausdrehen des Motors ist daher nicht unbeding nötig, auch manuell geschaltet geht es ansatzlos (gummibandartig) in einem Zug durch bis zur Höchstgeschwindigkeit, ohne groß zu krawallen.

Es lebe der Boxermotor

Der 1,6-Liter-Turbo-Direkteinspritzer leistet nominell zwar nur 170 PS, die ausgefeilte Motorentechnik und das geringe Gewicht sorgen dennoch für sehr gute Fahrleistungen. Die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h läßt sich eh nur mehr selten ausfahren, die Sprintstärke (8,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h) erlaubt Fluchten - Drängler haben keine Chance.

Zum Abschluss gönnten wir uns eine Hatz auf der Bundesstraße (im erlaubten Rahmen), die dem Testfahrzeug gut ansteht, denn den Patenonkel Subaru WRX STI (sechsfacher Rallye-Weltmeister) kann er nicht verleugnen. Vorsicht: das Räubern geht in Fleisch und Blut über, es macht am meisten Spaß, dafür gäbe es aber z.B. den Wachauring ...

Der  Express-Zuschlag bei Extrem-Einsatz hält sich in Grenzen: 9,4 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer, trotz Vollgasabschnitten auf der deutschen Autobahn (hier sticht der Levorg zudem optisch aus dem Einheitsbrei besonders stark heraus).

Wir haben dann den Durchschnittsverbrauch (trotz Winterreifen und Winterbedingungen) kurzfristig auch auf die Werksangabe von 7,2 Liter drücken können. Betont sparsames Fahren bringt allerdings nicht wirklich viel, flottes Fahren fördert den Fahrspaß und geht sich durchaus mit 8,2 Liter auf 100 Kilometer aus. Der Vollständigkeit halber führen wir auch die Abgaswerte an: 164 g C02/Kilometer, laut Werk.

Für "brave" Familienoberhäupter: Ja, fünf vollwertige Sitzplätze, vorne Sportsitze, und der Kofferraum reicht mindestens für das Gepäck für die Skiwoche mit der Gesamtfamilie plus der Hundebox inklusive Rocky.

Das aber macht ihn einzigartig: Der Levorg (so wie auch die übrigen Subaru-Modelle) verfügt über den permanenten Allradantrieb Symmetrical AWD. Dieser sorgt gemeinsam mit dem tief liegendem Boxermotor für eine perfekte Gewichtsverteilung und  somit für ein besonders viel Spaß machendes Fahrvergnügen - wie oben angerissent: Adel verpflichtet!

Testfahrzeug Subaru Levorg 1.6 GT-S Exclusive: Unverbindlich empfohlener Verkaufspreis inkl. NoVA und MwSt: 38.990,- Euro. Sonderfarbe: Lapis Blue Pearl: 490,- Euro.

Franzesco Bolzano


auto-motor-special 06/2018 • Seite 05
erstellt am 07.05.2018

Koreanischer Allradspezialist wächst

Aufwind

SsangYong blickt auf ein erfolgreiches erstes Quartal 2018 zurück –neue SsangYong-Händler sowie gestiegene Verkaufszahlen sind das erfreuliche Resümee.

In Graz ist das Autohaus Kastner neuer Partner, ab sofort werden die Modelle des koreanischen Allradspezialisten am Standort Kärntner Straße verkauft.

Voraussichtlich per Juni wird es im Bezirk Neunkirchen einen weiteren neuen SsangYong-Händler geben, noch vor dem Sommer soll ein Partner in Wien fixiert werden.

Finale Gespräche finden darüberhinaus mit einem Werkstättenbetrieb in Kärnten statt. Alle Unternehmen sind in der Automobilbranche etabliert. Die Lancierung am österreichischen Markt ist gelungen, mit Nachdruck wird das Ziel verfolgt, die größeren Städte bzw. Einzugsgebiete abzudecken.

Geschäftsführer Alessandro Chieppi (Bild o. li.) freut sich über die neue Partnerschaft mit dem Autohaus Kastner: „SsangYong gehört zu den aufstrebenden Marken in Österreich. Friedrich Kastner ist langjähriger Kenner der Branche, er wird mit uns den Weg nach oben gehen! Der Markt in und rund um die steirische Landeshauptstadt Graz ist damit in professionellen Händen!“

„SsangYong ergänzt unser Portfolio bestens, die Allradfahrzeuge und die hervorragende Qualität haben mich überzeugt – ich rechne damit, dass sie auch bei unseren Kunden gut ankommen!“ ergänzt Friedrich Kastner.

Die Verkäufe im ersten Quartal 2018 liefen für SsangYong in Österreich sehr zufriedenstellend, auch da zeigt die Erfolgskurve nach oben. Das Volumen hat sich im Vergleich zum Vorjahr in den ersten vier Monaten verdoppelt.