auto-motor-special 08/2018 • Seite 33
erstellt am 22.07.2018

Markenvielfalt in der ADAC TCR Germany

Hyundai steigt ein

Noch mehr Markenvielfalt für die ADAC TCR Germany: Ab dem Rennwochenende auf dem Nürburgring (3. bis 5. August) wird Hyundai einsteigen und zwei i30 N TCR an den Start bringen.

München(de). Das Hyundai Team Engstler setzt die beiden 330 PS starken Tourenwagen bis zum Ende der Saison ein, und auch im folgenden Jahr sind sie fest eingeplant.

„Die ADAC TCR Germany ist für Hyundai Deutschland der konsequente nächste Schritt unseres Motorsport-Engagements. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir uns mit unseren Einsätzen in der VLN und bei den 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife auf die Rundstrecke festgelegt“, sagt Markus Schrick, Geschäftsführer Hyundai Motor Deutschland GmbH.

„Wir haben mit dem Hyundai i30 N ein Hochleistungsfahrzeug im Programm, das die Kunden emotional anspricht. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Team Engstler einen erfahrenen und erfolgreichen Partner an unserer Seite haben.“ Neben Hyundai sind in der ADAC TCR Germany auch Audi, Cupra, Honda, Opel, Peugeot, Renault und VW am Start.

„Es macht uns sehr stolz, diese erfolgreiche und dynamische Marke in der ADAC TCR Germany vertreten zu dürfen. Das komplette Team freut sich extrem auf die neue Herausforderung und die tolle Zusammenarbeit“, sagt Franz Engstler, Teamchef von Engstler Motorsport.

Der Hyundai i30 N TCR ist das erste Rundstreckenmodell, das von Hyundai Motorsport in Alzenau entwickelt wurde. Der Tourenwagen basiert auf der sportlichsten Variante des Hyundai i30, dem Hot Hatch Hyundai i30 N mit bis zu 275 PS in der Serie. Die Rennversion nutzt die Vorzüge des Serienmodells aus, das einem umfangreichen Testprogramm – darunter zahlreiche Runden auf der Nürburgring-Nordschleife – unterzogen wurde.

Dem TCR-Reglement entsprechend wird der i30 N TCR von einem Zwei-Liter-Turbomotor mit rund 330 PS aus der Hyundai-Produktfamilie angetrieben. Die Fahrer für die beiden Hyundai werden zeitnah bekannt gegeben. Der i 30 N TCR hat seine Klasse in anderen Serien  demonstriert. Der Wagen gewann im neuen WTCR – FIA-Tourenwagen-Weltcup neun der ersten 18 Rennen sowie Rennen in der TCR Europe und in nationalen Serien.

ADAC TCR Germany--Kalender 2018
03.08. – 05.08.2018 Nürburgring
17.08. – 19.08.2018 Zandvoort/NED
07.09. – 09.09.2018 Sachsenring
21.09. – 23.09.2018 Hockenheimring

auto-motor-special 08/2018 • Seite 33
erstellt am 05.07.2018

Auf den Spuren von Finnlands Motorsportgrößen

Antti Buri

Warum immer wieder finnische Rennfahrer im Motorsport Erfolge feiern, kann Antti Buri sich auch nicht erklären. Eine ausgeprägte Motorsportinfrastruktur, die Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen und Kimi Räikkönen hervorbrachte, gibt es im östlichsten skandinavischen Land eigentlich nicht.

München(de). „Zumindest haben wir keine richtig gute Strecke, davon kann es also nicht kommen“, sagt Buri, der zugleich Chef des Teams LMS Racing ist: „Vielleicht bemühen wir uns mehr.“ Doch Buri eifert nicht den großen Namen nach, er hat andere Vorbilder. „Ich ziehe meinen Hut vor Markus Palttala und Toni Vilander“, erzählt Buri: „Sie machen seit Jahren einen großartigen Job als professionelle Fahrer im internationalem GT-Sport. Es ist sehr schön zu sehen, was sie machen.“

Auch Buris Ehrgeiz, bereits in dessen dritter Saison der ADAC TCR Germany, ist weiter ungebrochen. Dafür fokussiert sich der junge Finne auch völlig auf den Motorsport. „Ich habe nicht wirklich Hobbies, denn ich beschäftige mich 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche mit dem Motorsport. Ich habe nur ein Fitnessprogramm.“

Der Audi-Pilot hat als Chef von LMS Racing ohnehin eine Vielzahl von Aufgaben. „Team LMS ist ein Familienunternehmen, man muss alle Arten von Arbeit übernehmen, nicht nur Rennen fahren“, sagt Buri: „Auch Organisation, den Truck fahren und mechanische Arbeiten. Wir haben eine sehr gute Atmosphäre und in diesem Jahr auch viel Erfolg. Alle sind sehr motiviert.“

Deshalb war dem 29-Jährigen ein Sieg im Autodrom in Most nach den ersten zwei Rennwochenenden auch viel zu wenig. „Es war nicht der beste Saisonstart für mich. Wir sind zweimal nicht in die Punkte gefahren und was zählt, sind Punkte“, sagte Buri.

Fotos: ADAC Motorsport

Das dürfte sich nach den beiden Rennen in Spielberg geändert haben. Zwei zweite Plätze für den Audi-Fahrer auf dem Red Bull Ring - das bedeutete viele Zähler für die Fahrerwertung. „Es war ein fast perfektes, ein sehr gutes Wochenende“, erklärte ein freudestrahlender Buri nach den Rennen in Österreich. Seine beiden Pokale präsentierte er drapiert mit den Sektflaschen, die nach der Siegerehrung geköpft wurden, auf einem Facebook-Foto und dem Kommentar: „Was für ein Wochenende.“

So schob er sich in der Fahrerwertung mit 123 Punkten auf Position vier und hat bei 62 Zählern Rückstand auf den Führenden Harald Proczyk (42, Österreich, HP International Racing) im Rennen um die Meisterschaft noch alle Chancen. „Die deutsche Serie ist seit ihrer Premiere 2016 sehr stark. Wir haben uns auch dieses Jahr wieder für ADAC TCR Germany entschieden,
weil sie gut organisiert ist, die Strecken schön sind und es immer sehr tolle Wochenenden sind“, sagt Buri.

Und das Ziel bleibt klar: „die Meisterschaft gewinnen.“ Dafür hat Buri noch jede Menge Zeit: Nach der Sommerpause der ADAC TCR Germany folgten die Saisonrennen sieben und acht auf dem Nürburgring. Vor dem großen Finale in Hockenheim (21. bis 23. September) stehen noch die Stationen in Zandvoort und auf dem Sachsenring an. Strecken, die dem Finnen liegen: Einzig auf dem Hockenheimring ist der Audi-Pilot noch ohne Sieg.

ADAC TCR Germany--Kalender 2018
03.08. – 05.08.2018 Nürburgring
17.08. – 19.08.2018 Zandvoort/NED
07.09. – 09.09.2018 Sachsenring
21.09. – 23.09.2018 Hockenheimring