auto-motor-special 08/2019 • Seite 06
erstellt am 02.07.2019

2010: IBE – Der Wendepunkt in der Geschichte des Seat-Markendesigns mit einem klaren Bekenntnis zur elektrifizierten Mobilität

Fotos: Seat

Wegweisende Concept Cars von Seat

Für morgen

Seat-Showcars geben einen Ausblick auf das Design kommender Fahrzeuggenerationen. Historische Konzeptautos von Seat waren echte Trendsetter. Frühzeitige Konzepte zu vernetztem Fahren und SUV.

SALZBURG. Konzeptautos geben Designern und Entwicklern eine perfekte Gelegenheit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Sie bieten oft auch schon einen ziemlich konkreten Ausblick darauf, wie zukünftige Serienmodelle tatsächlich aussehen werden.

Die Konzeptfahrzeuge von Seat, die heute im Gebäude A-122 des Werkes in der Zona Franca stehen, belegen das eindrucksvoll.

Toledo: Olympisches Elektrofahrzeug

Während im Jahre 1992 in Barcelona die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele liefen, arbeiteten die Ingenieure von Seat an einem echten Meilenstein. Die spannende Herausforderung bestand darin, ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug für die Begleitung des Fackellaufs und des Marathons zu entwickeln. Das Ergebnis war ein elektrischer Seat Toledo mit 500 Kilogramm schweren Batterien und einer Reichweite von rund 65 Kilometern.

„Dieser Prototyp war zwar im engeren Sinne kein Konzeptauto, hat aber schon in den frühen 90er-Jahren gezeigt, dass andere Antriebssysteme als konventionelle Verbrenner möglich sind“, erinnert sich Isidre López, der die Sammlung historischer Fahrzeuge von Seat betreut.
1998: Seat Bolero – und es ward Licht. Das erste Fahrzeug mit unabhängigen Leuchten, die sich hinter einer transparenten Abdeckung aus Polycarbonat und nicht hinter Glas befanden.

Wenn Isidre López gefragt wird, welches Konzeptauto schon damals am besten die Beleuchtung von Autos der Zukunft repräsentiert, nennt er immer den Seat Bolero.

Er war einer der Stars des Genfer Autosalons von 1998. Die Stufenhecklimousine beeindruckte nicht nur mit ihrem 243-kWMotor (330 PS), sondern auch mit revolutionären Scheinwerfern im Cluster-Design. „Der Seat Bolero war das erste Fahrzeug mit unabhängigen Leuchten, die sich hinter einer transparenten Abdeckung aus Polycarbonat und nicht hinter Glas befanden“, sagt Isidre López.

Der Seat IBE war dann später das erste Konzeptauto mit dem markanten Scheinwerfer-Design des Seat Leon und anderer aktueller Modelle. „Der IBE definiert eindeutig die Designsprache des Seat Leon der dritten Generation und war schon 2010 auf die Elektrifizierung der zukünftigen Mobilität ausgerichtet“, unterstreicht Isidre López. Darüber hinaus signalisierte der IBE einen Wendepunkt in der Entwicklung: Als elektrisches Konzeptfahrzeug mit einer Leistung von 75  kW/102 PS gab er schon damals einen Ausblick auf die Mobilität von morgen.

Wegbereiter für die SUVs

Seat hat derzeit drei SUV-Modelle im Sortiment. Erste Schritte in diese Richtung wurden aber schon viel früher unternommen. Einer davon war der Salsa Emoción aus dem Jahre 2000: Eigentlich als Crossover konzipiert, ähnelte seine Architektur bereits den heute bekannten Geländefahrzeugen. 2007 präsentierte Seat dann ein Konzeptauto, das ein echter SUV war – den Tribu. „Dieses Modell enthält die ersten eindeutigen Hinweise auf den Bau eines SUV, so wie wir es heute kennen“, erklärt Isidre López.

Immer verbunden

Konnektivität hat sich zu einem entscheidenden Faktor in der heutigen und auch in der
zukünftigen Mobilität entwickelt. Konnektivität ist zudem ein grundlegender Bestandteil der Strategie von Seat. Immer größere Bildschirme und die permanente Verbindung mit dem Internet und dem Mobiltelefon gehören heute zum Alltag.

2015: 20v20 – Konnektivität. Der CUV (Crossover Utility Vehicle) mit einem Hybridantrieb und einem futuristischen Konnektivitätskonzept.

Ein Konzeptauto von Seat verfügte 2015 bereits über viele dieser Elemente: Der 20v20 war ein CUV (Crossover Utility Vehicle) mit einem Hybridantrieb und einem futuristischen Konnektivitätskonzept. In dessen Zentrum stand der Personal Drive, ein rundes Touch-Bedienelement, das als mobiles Navigationssystem und als Fernsteuerung – unter anderem für die Aktivierung der Klimaanlage – fungierte.

Im Inneren war der Seat 20v20 mit drei 12,3-Zoll-Bildschirmen ausgestattet, deren Inhalte über den Personal Drive angepasst werden konnten.