L E S E N S . W E R T • auto-motor-special 10/2020
erstellt am 17.07.2020

Es lebe der (Motor-)Sport

Der Tausendsassa

Sie fahren wieder, die Boliden der Formel 1. Und das ist gut so, die Durststrecke war lange genug. Norris, Perez und Ocon bringen Leben in die heimatliche Bude.

INNSBRUCK (tir). Kaum Leben, dafür eine Menge Stumpfsinn, lefern allerdings die diesbezügliche Berichterstatter - vorwiegend - des ORF. Reporter, die meinen, sie seien die Formel 1 selbst, hofieren ORF-Urgesteine, Adabeis, selbst gekürte Tausendsassas oder vorwiegend heimisch angehauchte Mitstreiter.

Besonders auf den Wecker geht es mir, wenn da Ex-Spitzensportler mit, genau betrachtet, gar nicht so ruhmreicher Hintergrundmusi mitgeigen wie Sonnyboy Hans Knauss. Er wird offensichtlich von seinem/seinen Sponsor/en mittels Doppelturbolader auch in das Motorsportgeschehen gepresst und fungiert hier als Experte.

Ersparen will ich ihnen das Gedudel von seiner glorreichen Vergangenheit wie ich der geneigten Leserin, dem geneigten Leser auch die Flirtversuche von einem gewissen Hausberger oder so ähnlich und dem Alex (Wurz) nicht näher bringen will, sie haben mit lustig recht wenig zu tun.

Der vielgeschmähte Heinz Prüller hätte, so wie ich ihn kenne, als Formel 1-Co-Kommentatorin die Monika Kaserer sicher nicht abgelehnt, ist Gott sei Dank aber in seiner Formel 1-Interviewer/Recherche-Rolle voll und ganz aufgegangen. Als lebendes Lexikon und Mister Formel 1 hätte er auch kaum jemanden neben sich gebraucht, geschweige denn leichtfertig geduldet.

Und jetzt kommt meine uneingeschränkte Liebeserklärung: Sehr geehrter Herr Prüller, lieber Heinz! Ich vermisse Dich. GottseiDank werden frühere Formel 1-Rennen wiederholt, das eine oder andere habe ich eh vorsorglich archiviert. Aufgezeichnet noch auf Videoband, diesbezügliche Abspielgeräte sind gehortet.

Die ORF-Tausendsassas, zu denen ich unter anderen auch einen gewissen Andy Goldberger zähle, können mir getrost gestohlen werden. Auch der Arnold Schwarzenegger, wobei wir jetzt wieder beim Skifahren gelandet wären. Kitz sonnt sich in den Strahlen solcher Ungetümer wie u.a. auch Spielberg.

Und wir alle fressen es. Nicht mit mir,
der Mora Lapostel