auto-motor-special 02/2018 • Seite 26
erstellt am 28.11.2017

Porsche baut Nachwuchsförderung weiter aus

Vorstufe zur Formel 1

Porsche baut seine erfolgreiche und nachhaltige Nachwuchsförderung im internationalen Motorsport weiter aus. In der Saison 2018 werden insgesamt vier Young Professionals im internationalen GT-Sport gefördert. Zwei Porsche-Junioren erhalten ihre Ausbildung zum Profirennfahrer im Porsche Mobil 1 Supercup im Rahmenprogramm der Formel 1.

Salzburg. Dennis Olsen aus Norwegen sowie der Australier Matt Campbell werden zukünftig als Porsche Young Professionals im internationalen GT-Sport unterstützt. Zum Kader der Porsche Young Professionals gehören weiterhin Matteo Cairoli aus Italien und der Franzose Mathieu Jaminet. Thomas Preining aus Österreich steigt vom Porsche Carrera Cup Deutschland in den Porsche Mobil 1 Supercup auf und wird dort als Porsche-Junior gefördert. Als neuer Porsche-Junior wird zudem Julien Andlauer von Porsche Motorsport unterstützt. Der Franzose setzte sich bei einer internationalen Sichtung durch und startet 2018 ebenfalls im Porsche Mobil 1 Supercup. „Alle unsere Nachwuchsrennfahrer haben 2017 eine tolle Entwicklung genommen. Insbesondere die Markenpokale haben sich für die Porsche-Junioren als hervorragendes Sprungbrett bewährt“, sagt Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge.

Dennis Olsen
Olsen konnte im Porsche Carrera Cup Deutschland 2017 die Meisterschaft gewinnen. Der 21-Jährige vom Team Konrad Motorsport überzeugte vor allem mit Konstanz. Neben sechs Laufsiegen belegte der Nachwuchsrennfahrer aus dem norwegischen Våler bei zwölf von 14 Rennen einen Platz auf dem Podium. Auch im internationalen Porsche Mobil 1 Supercup stellte Olsen, der dort für das Walter Lechner Racing Team startete, sein Talent unter Beweis. Der Youngster siegte im britischen Silverstone sowie beim Doppellauf in Spa-Francorchamps (Belgien). Zum Ende der Saison erreichte er den zweiten Platz in der Meisterschaft und sicherte sich den Titel in der Rookie-Wertung. Nachdem Olsen zwei Jahre als Porsche-Junior gefördert wurde, erwarten ihn 2018 als Porsche Young Professional Einsätze im internationalen GT-Kundenmotorsport.

Matt Campbell
Campbell absolvierte 2017 seine Debütsaison im Porsche Mobil 1 Supercup. Für den 22-Jährigen war es das erste Jahr im europäischen Motorsport. Zuvor war der in Warwick (Queensland) geborene Rennfahrer unter anderem im Formel-Sport sowie nationalen Porsche Markenpokalen in Australien aktiv. Im Porsche Mobil 1 Supercup ging Campbell für das Team Fach Auto Tech an den Start und belegte den zweiten Platz in der Rookie-Wertung. Im Gesamtklassement schaffte er es nach elf Rennen auf den dritten Rang. Dabei jubelte der Porsche-Junior im österreichischen Spielberg, in Monza (Italien) sowie beim Doppellauf in Mexiko-Stadt über vier Siege. Mit der Beförderung zum Porsche Young Professional steht Campbell nun vor dem nächsten Schritt seiner Motorsport-Karriere.

Matteo Cairoli
Auch Cairoli wird 2018 als Porsche Young Professional von Porsche Motorsport unterstützt. Der Youngster fuhr für das Porsche-Kundenteam Dempsey Proton Racing in der FIA World Endurance Trophy mit dem 911 RSR des Modelljahres 2015 und beendete die Saison auf Rang zwei. Dabei feierte der 21-Jährige auf dem Nürburgring und in Mexiko-Stadt Siege in der Klasse GTE-Am. In dieser Wertungskategorie erreichte er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans als Sechster das Ziel.
Zudem überzeugte der Fahrer aus dem italienischen Como bei den 24 Stunden von Dubai: Beim bedeutendsten Sportwagenrennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten erreichte Cairoli mit Manthey-Racing den zweiten Platz.

Mathieu Jaminet
Den Kader der Porsche Young Professionals komplettiert Mathieu Jaminet. Der 23-Jährige ging für das KÜS Team75 Bernhard im ADAC GT Masters an den Start. Im Porsche 911 GT3 R siegte Jaminet in Oschersleben und wurde Zweiter auf dem Nürburgring. Für das Team GMG Racing absolvierte der Fahrer aus dem französischen Woippy zudem ausgewählte Rennen in der Pirelli World Challenge. Dabei siegte Jaminet im Porsche 911 GT3 R in der Klasse GT-X Pro-Am bei den Läufen auf dem Utah Motorsports Campus (Utah) und dem Circuit of The Americas (Texas). Zudem sammelte er mit Alegra Motorsports erste Erfahrungen in der IMSA SportsCar Championship.

Thomas Preining
Einen Aufstieg verzeichnet auch Thomas Preining (Bild oben rechts) und startet 2018 im Porsche Mobil 1 Supercup. Dafür erhält er von Porsche Motorsport eine Fördersumme von 225.000 Euro. Im Porsche Carrera Cup Deutschland fuhr Preining 2017 seine erste Saison in einem GT-Rennfahrzeug. Der Porsche-Junior gewann den finalen Lauf auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg und sicherte sich den dritten Platz auf dem Norisring. Damit belegte der 19-Jährige vom Team Konrad Motorsport Rang zwei in der Rookie-Wertung. Darüber hinaus siegte Preining beim Einladungsrennen des Porsche Carrera Cup Deutschland im Rahmen der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) auf dem Nürburgring. Erste Erfahrungen im Porsche Mobil 1 Supercup sammelte der Nachwuchsrennfahrer 2017 bereits in Budapest, Monza und Mexiko-Stadt. Sein bestes Ergebnis gelang ihm auf dem mexikanischen Autódromo Hermanos Rodríguez, wo er als Fünfter über die Ziellinie fuhr.

Julien Andlauer
Eine umfangreiche Förderung von Porsche Motorsport erhält 2018 auch Julien Andlauer. Im Porsche Mobil 1 Supercup wird der neue Porsche-Junior mit einer Summe von 225.000 Euro unterstützt. 2017 feierte Andlauer sieben Siege im Porsche Carrera Cup France und sicherte sich den Meistertitel. Vom nationalen Markenpokal wurde der 18-Jährige daraufhin für ein zweitägiges Sichtungsprogramm auf dem Lausitzring nominiert, in dem sich der Abiturient gegen acht internationale Kandidaten durchsetzte und ein Stipendium für den Porsche Mobil 1 Supercup erhielt. Sein Debüt im internationalen Markenpokal absolvierte Andlauer bereits beim Saisonfinale in Mexiko-Stadt. Nach einem sechsten Platz im Qualifying erreichte der Fahrer aus Sainte-Foy-lès-Lyon als Fünfter das Ziel.


auto-motor-special 01/2018 • Seite 26
erstellt am 14.11.2017

 

Foto: BMP Martin Butschell

Julian Wagner wird im Opel Adam R2 von Stengg Motorsport 2-WD Staatsmeister 2017

Grandioser Sieg im Waldviertel

Vier Jahre nach dem Debüt in der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft wird der Opel Adam R2 2-WD Meister-Auto.

Waldviertel. Julian Wagner hat es geschafft. Der diesjährige Junioren-Staatsmeister sichert sich bei der Waldviertel Rallye nicht nur den Gesamtsieg im Opel Adam Cup sondern krönt sich auch mit dem 2-WD Staatsmeistertitel.

Erstmals nach 1995 (Raffael Sperrer, Astra GSI 16V, Formel 2) wird damit wieder ein Pilot auf Opel Österreichischer Staatsmeister. Daran, dass der kleine Adam R2 das Zeug zum Meisterauto hat, hat Team Chef Willi Stengg jr. schon seit dem ersten Einsatz im Jahr 2014 geglaubt. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die erfahrenen Piloten Daniel Wollinger und Michael Böhm im Adam R2 um die 2-WD Krone kämpften, setzte Stengg in diesem Jahr auf den jungen Oberösterreicher Julian Wagner und wurde nicht enttäuscht.

„Mein Ziel in der heurigen Saison war es in erster Linie wieder so viel wie möglich Erfahrung zu sammeln und den Adam R2 Cup zu gewinnen.“, gibt sich Wagner bescheiden. „Natürlich wollten wir die stärkeren R3 möglichst oft ärgern und mit guten Zeiten in der 2-WD aufwarten, dass wir am Ende aber ganz oben auf dem Treppchen stehen, hätte ich mir zu Beginn der Saison nicht gedacht.“