auto-motor-special 07/2017 • Seite 14
erstellt am 26.05.2017

Jubiläums-Ausstellung im Audi museum mobile

Revolution: 60 Jahre NSU/Wankel-Motor 

Ein spannendes Stück Technik-Geschichte zeigt das Audi museum mobile Ingolstadt in seiner neuen Sonderausstellung „Revolution – 60 Jahre NSU/Wankel-Motor“. Anlass ist das 60-jährige Jubiläum des damals revolutionären Motorenkonzeptes, das auf dem Rotationsprinzip basiert.

Salzburg. Die Audi-Vorgängermarke NSU öffnete sich früh der neuen Technik mit Automobilen wie dem Prototyp „Prinz 3“. Die Ausstellung zeigt vom 20. Mai bis 5. November 2017 dieses und weitere NSUModelle mit Wankel-Motor. Darüber hinaus illustrieren Boots-, Flug- und Motorradmotoren ebenso wie Rasenmäher und Motorsägen verschiedener Hersteller die bewegte Geschichte dieser progressiven Technik.

„Drehen statt Stampfen“ – diese Idee eines Verbrennungsmotors mit kreisenden Kolben faszinierte Felix Wankel ab den späten 1920er Jahren. Die Entwicklung des Konzepts zur Serienreife dauerte mehr als 30 Jahre. Im Verlauf seiner Forschungsarbeiten wurde Wankel zum Abdichtungsspezialisten, sein Ziel einer Rotationskolbenmaschine behielt der Autodidakt dabei immer im Blick. Die methodische Analyse möglicher Läufer und Gehäusekombinationen führte Wankel Ende 1953 auf die Spur eines rotierenden Spitzovals in einem gleichzeitig rotierenden, nahezu kreisförmigen Umhüllungskörper. Das Prinzip weckte das Interesse der NSUAudi Geschäftsführung.

Im März 1954 entwarf Wankel die Grundform des später nach ihm bbenannten Motors. Drei Jahre später, am 1. Februar 1957, lief dieses Aggregat erstmals aus eigener Kraft auf einem Prüfstand der NSU-Werke. In Neckarsulm vereinfachte die Mannschaft um Dr. Walter Froede, Leiter der NSUEntwicklungsabteilung, das technisch komplizierte Gebilde mit zwei ineinander rotierenden Bauteilen.

Erstmals zum Serieneinsatz kam der kinematisch umgekehrte Kreiskolbenmotor 1962 im sogenannten „Ski-Craft“. Das Schleppgerät für Wasserskiläufer ist in der Ausstellung im Audi museum mobile zu sehen. Nur ein Jahr später, im September 1963, feierte auf der Frankfurter IAA der NSU/Wankel Spider seine Premiere. Dieses weltweit erste Serienauto mit NSU/Wankel-Motor heizte die Kreiskolben-Euphorie an. In den folgenden Jahren zählten nahezu alle namhaften Hersteller von Automobilen, Zweirädern oder Motoren zum großen Kreis der NSU/Wankel-Lizenznehmer.

Die Besucher der Ausstellung „Revolution – 60 Jahre NSU/Wankel-Motor“ erwarten neben dem NSU/Wankel Spider weitere Exponate wie der erste NSU „Prinz 3“ Wankel Prototyp von 1959 und der NSU Ro 80. Dieses Modell sicherte sich 1967 mit seiner innovativen Technik und zeitlosem Design den Titel als Auto des Jahres. Auch zwei Audi- Modelle sind ausgestellt: Der Prototyp Audi 200 KKM aus dem Jahr 1979 und ein Audi A1 e-tron von 2012.

Ein Hingucker ist der Sportwagen Italdesign Namir von 2009. Weitere Highlights sind der Mazda Cosmo 110S, ein Citroen M35 sowie der Rennwagen Malibu Virage. Der Wankel-Motor kam neben Automobilen auch in Ski-Scootern, Feuerspritzen, Motorsägen, Motorbooten und Motorrädern zum Einsatz.

Die Ausstellung zeigt eine Reihe dieser Produkte sowie Stationärmotoren und Schnittmodelle. Das Audi museum mobile ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 18-00 Uhr, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10.00 bis 16.00 Uhr.


auto-motor-special 04/2017 • Seite 15
erstellt am 05.12.2016

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Früh übt sich ...

In die Hallen-Kart-Saison 2017 startete der MotorSportClub Tirol mit ersten Trainingsrunden in der Kartbahn Innsbruck. Deutlich zu sehen ist die Begeisterung der jungen Rennfahrer, die den arrivierten Piloten durchaus "einheizen".

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