M O D E L L . V O R S T E L L U N G • auto-motor-special 08/2020
erstellt am 14.06.2020

Ford liefert den Fiesta jetzt auch mit 48 Volt-Technologie für höheres Drehmoment und noch bessere Kraftstoffeffizienz
Foto: Ford Motor Company (Austria) GmbH

Einstieg in die Welt der Elektromobilität

Strom für den Fiesta

Bestseller: Ford verkaufte im vergangenen Jahr europaweit 227.100 Fiesta, mit der Elektifizierung wird nun zusätzlich Schwung eingebracht.

WIEN (at). Der beliebte Fiesta, das meistverkaufte Ford-Modell in Europa, kann jetzt auf Wunsch auch mit einem elektrifizierten Antriebsstrang bestellt werden: Motorisch vertraut diese Version auf den reibungsoptimierten Dreizylinder-EcoBoost-Turbobenziner mit 1,0 Liter Hubraum und moderner Zylinderabschaltung in Verbindung mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System.

Ford nennt diesen Antrieb, der seine Premiere Ende 2019 in der komplett neu entwickelten Ford Puma-Baureihe feierte, "EcoBoost Hybrid". Im Ford Fiesta entwickelt der EcoBoost Hybrid-Antrieb wahlweise eine Leistung von 92 kW/125 PS oder von 114 kW/155 PS, welche jeweils über ein serienmäßiges 6-Gang-Schaltgetriebe auf die Straße gebracht wird.

Verkaufspreis: ab 20.200 Euro (Drei-Türer, 92 kW, Ausstattungsversion Titanium). Die vielseitige Ford Fiesta-Baureihe umfasst die Ausstattungsvarianten Trend, Cool & Connect, Titanium, Titanium X, Vignale, ST-Line, ST-Line X, Active und Active X.

Turboloch war gestern
Beim Ford Fiesta EcoBoost Hybrid-Antrieb handelt es sich um eine 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie und damit um den Einstieg in die Welt der Elektromobilität: Bei geringeren Drehzahlen wird der EcoBoost-Benzinmotor von einem Elektromotor unterstützt, und zwar vo einem riemengetriebenen Starter-Generator (Belt-driven Integrated Starter/Generator, BISG) mit einer Leistung von 11,5 kW/16 PS.

Der BISG ersetzt die konventionelle Lichtmaschine und ist in den Nebenaggregate-Strang integriert. Die elektrische Drehmoment-Unterstützung sorgt insbesondere im Drehzahlkeller für ein eindruckvolles, unmittelbares Ansprechverhalten des Turbo-Benziners. Zugleich ermöglicht es das Mild-Hybrid-System, einen größeren Lader einzusetzen. Dies sorgt für mehr Leistung, bringt normalerweise aber auch ein trägeres Ansprechverhalten mit sich. Die Drehmoment-Unterstützung des Starter-Generators kann dieses "Turboloch" jedoch überbrücken.

Das Hybrid-System überwacht kontinuierlich, wie das Fahrzeug bewegt sowie wann und wie intensiv die Batterie geladen wird. Hieraus errechnet es, wann und wie die gespeicherte Energie am sinnvollsten in Vortrieb umgesetzt werden kann.

Zwei Strategien
A: Drehmoment-Ersatz - der riemengetriebene Starter-Generator BISG steuert im laufenden Betrieb bis zu 24 Nm bei, die daher der Benziner nicht aufbringen muss. Dies bedeutet, bezogen auf die mild Hybrid-Version mit 92 kW/125 PS, eine Kraftstoffersparnis von fünf Prozent im Vergleich zur gleich starken Version ohne Hybridisierung.

B: Drehmoment-Zuschuss - der riemengetriebene Starter-Generator BISG  greift als Elektromotor ein, sobald der Benziner die volle Leistung abruft. Dadurch steigt das maximale Drehmoment, im Vergleich zur gleichstarken Version ohne Hybridisierung, um 20 Nm auf 240 Nm, gleichzeitig steht im Drehzahlkeller ein um bis zu 50 Prozent höheres Drehmoment zur Verfügung (bei der Version mit 114 kW/155 PS).