auto-motor-special 09/2017 • Seite 08
erstellt am 21.08.2017

Modifizierter Dieselmotor ergänzt Honda Civic Modellangebot

Endlich: Werteangaben nach Realbedingungen

Ein umfassend überarbeiteter 1,6-Liter-i-DTEC-Dieselmotor wird ab März 2018 die Motorenpalette des Honda Civic in Europa ergänzen: 120 PS und ein maximales Drehmoment von 300 Nm als Eckdaten. Kolben mit höherer Festigkeit sowie reibungsarme Zylinderbohrungen sind Bestandteil der Modifizierungen des für die Zukunft ausgelegten Aggregates.

Wiener Neudorf. Der 1.6 i-DTEC ist einer der ersten Motoren, die offiziell im Rahmen des neuen WLTP-Verfahrens (Worldwide Harmonised Light Vehicle Test Procedure – WLTP), das in diesem Jahr in Kraft tritt, auf Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen getestet werden.

Der Dieselantrieb verfügt über ein neues NOx-Speicher-Konverter-System mit größeren Katalysatoren und einem höheren Edelmetallgehalt (Silber, Platin und Neodym), der das Stickstoffoxidgas bis zum Regenerationszyklus speichert. Ein Rußsensor erkennt, wann der Regenerationszyklus erforderlich ist, was die Lebensdauer des Auspuffs erhöht.

Der Motor nutzt das gleiche fortschrittliche Bosch-Einspritzsystem wie sein Vorgänger und verfügt über einen kleinen, hocheffizienten Turbolader sowie ein Niederdruck-Abgasrückführungssystem. Eine Gewichtsreduzierung wurde durch eine hochfeste und leichtgewichtige Kurbelwelle sowie einen vollständig aus Aluminium gefertigten druckgegossenen Hochdruck-Motorblock mit Open-Deck-Konstruktion ermöglicht.

Zum Marktstart mit Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet, ist die Antriebseinheit ab Mitte 2018 optional auch mit Neungang-Automatik erhältlich.

Realistischeres WLTProcedure bringt Alltagswerte
Das Testverfahren WLTP (Worldwise Harmonized Light Vehicle Test Procedure) wurde entwickelt, um für die Berechnung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen realistischere Testbedingungen zu gewährleisten und wird das bisherige Testverfahren NEDC (New European Driving Cycle) ablösen.

Der WLTP-Fahrzyklus ist in vier Abschnitte mit unterschiedlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten untergliedert: niedrig, mittel, hoch und extra hoch. Jeder Abschnitt enthält eine Vielzahl von Fahrphasen, Stopps, Beschleunigungs- und Bremsphasen. Bei jedem neuen Fahrzeugtyp wird für die leichtesten und schwersten Varianten des Fahrzeugs jede zur Verfügung stehende Antriebskonfiguration nach WLTP getestet.

Im Rahmen der RDE-Tests werden die Schadstoffe wie NOx, die von Fahrzeugen während der Fahrt auf der Straße emittiert werden, gemessen. RDE ergänzt als Validierungsprozess die derzeitigen NEDC- und zukünftigen WLTP-Testzyklen. Im Rahmen des Typgenehmigungsverfahrens erfolgt der RDE-Test auf öffentlichen Straßen unter realen Verkehrsbedingungen mithilfe eines tragbaren Emissionsmessgeräts (PEMS).