auto-motor-special 01/2018 • Seite 04
erstellt am 11.10.2017

Tolles Testfahrzeug: Euro 30.290,- kostet der Mitsubishi ASX Intense Connect 1,6 4WD (100 Jahre Mitsubishi-Sondermodell). Der Einstiegspreis in den ASX (Frontantrieb, Benzinmotor) liegt bei 17.990,- Euro. Das Austria Edition Connect-Fahrzeug  (4WD, 1,6-Diesel) ist um 21.990,- Euro erhältlich (Listenpreise inklusive sämtlicher Steuern).

Mitsubishi ASX 1,6 DI-D LP 4WD Intense Connect im Härtetest

Solid Gold

Drei Antriebsmodi verhelfen dem Mitsubishi ASX 4WD zur Höhenluft. Je nach Bodenbeschaffenheit, Witterungsverhältnissen, Lust und Laune, kann per Knopfdruck zwischen Frontantrieb, permanentem Allradantrieb oder auf Allrad mit erhöhtem Kraftfluss auf die Hinterachse, gewechselt werden. 

Mieders/Stubai. Mehr Kraft auf die Hinterräder, da keimt der Gedanke an gepflegte Drifts schnell auf. Auf Schotter ja, der zusätzliche Schub macht vor allem aber steile Straßen bergauf mit ihren engen Kehren zu einem agilen Vergnügen, zumal von eventuellen Antriebsstrang-Verspannungen (s. Betriebsanleitung) absolut nichts zu verspüren ist.

Der Winter kann kommen: Höhenlagen dürfen mit dem 4WD-ASX ohne Ketten angefahren werden.

Fotos: Franzesco Bolzano

Das Fahrwerk ist technisch topp (MacPherson-Federbeine, Mehrlenker-Achse, Stabis) und bestens abgestimmt. Der lange Radstand sowie die Spurweite sorgen für eine stabile Straßenlage und ein ausgewogenes Fahrverhalten. Schieben über die Vorderräder gibt es auch im Frontantriebsmodus nicht, im Allradbetrieb verhält sich der ASX nochmals neutraler, genauer geschrieben: präziser. Und da sind wir schon bei der sensationellen Lenkung, die das Dirigieren so einfach macht. Bereits beim Ausparken fällt sie positiv auf und dieser Eindruck täuscht nicht, sie erlaubt ein exaktes Hineinzirkeln in Kurven und hält die Mittellage wie ein Magnet.

Solide Bauweise

Die Achtzehn-Zöller (225/55 Bridgestone) bügeln im Zusammenwirken mit oben Beschriebenen auch größere Unebenheiten aus: Schlaglöcher werden weggefiltert, Weideroste und Kopfsteinpflaster sind kaum zu spüren, zeigen aber die Robustheit des Japaners eindrucksvoll auf. Es scheppert nichts, es schlägt nichts durch, der ASX ist fürs Drüberbrettern gebaut. Kompromisslos.

Durchzugskräftig verhilft das 1,6-Liter-Aggregat dem ASX, trotz der nominell nicht allzu hohen Leistung von 114 PS, zu ansehnlichen Fahrleistungen: 183 km/h sind auf der deutschen Autobahn drinn, 11,5 Sekunden (Werksangabe) vergehen vom Stand auf Tempo 100 km/h.

Die Clear Tec-Auslegung (CO2-Wert: 132 g/km) beeindruckt mit einem sensationell niedrigem Verbrauch: im Testbetrieb gerade einmal 5,2 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer. Das knackig zu schaltende Getriebe muss dabei nicht sonderlich strapaziert werden, der sechste Gang passt für viele Fahrsituationen.

Möglich: 3,2 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer

Zum Verbrauch: Bei 100 km/h (Tempomat) auf der österreichischen Autobahn werden gerade einmal 4,3 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer eingespritzt. Auf der Bundesstraße konnte der Verbrauch sogar auf 3,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer Fahrtstrecke minimiert werden. Günstiges Verkehrsaufkommen, vorausschauendes Fahren, ruhiger Gasfuß sind Voraussetzungen für solche Werte. Wie auch die Energiespeicherung (Batterie) beim Rollen bzw. Bremsen (gerne gebrauchtes Schlagort: Rekuperation). Im Stadtverkehr, in Staus, hält die Start-Stopp-Automatik zudem den Verbrauch in Grenzen.

Geräumig der Innenraum, sinnvoll platziert die (über Jahre liebgewonnenen Mitsubishi-) Bedienelemente. Bremsassistent, aktive Stabilitäts- und Traktionskontrolle sowie Berganfahrhilfe wollen wir hier noch extra erwähnen. Wie auch die Rückfahrkamera und die ordentlich großen Aussenspiegel.

Was "Connect" betrifft: Bluetooth, Smartphone Zugang, integrierter CD/DVD-Player, USB-Anschluss, Apple Car Play/Google Android Auto und TomTom Navigation stehen den ASX-Insassen zur Verfügung.

Zusammengefasst: der Allrad-ASX ist ein geräumiges Langstreckenfahrzeug mit Bergführerqualitäten. Wir besuchten den Gleinserhof, den Hintertuxer Gletscher, Mutterberg, Kühtai und das Ötztal. Kehrten beim Andreas Hofer in Umhausen ein. Schnelle Autobahnfahrten, steile Bergauf- bzw- Bergabstrecken wurden bravourös gemeistert. Zum Abschluss wurde der berühmt-berüchtigte Zeigerweg Richtung Schönberg erklommen (problemlos, zur Nachahmung nicht empfohlen!).

Franzesco Bolzano