auto-motor-special 04/2018 • Seite 14
erstellt am 13.02.2018

Mercedes-AMG G 63: Neuer Auftritt der High-Performance-Klasse

Änderungsschneider

Mit dem neuen Mercedes-AMG G 63 erlebt die G-Klasse von Mercedes-AMG die größte Veränderung ihrer Geschichte – und bleibt ihren bewährten Tugenden treu.

Affalterbach. Seine Alleinstellung unter den Performance-Geländewagen untermauert der G 63 durch den leistungsstarken Antrieb, das neu entwickelte AMG Ride Control Fahrwerk, die AMG-spezifischen Fahrprogramme und das neue Interieur mit optionalem Widescreen-Cockpit.

Die Basis für die AMG-typische Driving Performance auf und abseits befestigter Straßen bilden der 430 kW (585 PS) starke 4,0-Liter-V8-Biturbomotor, der heckbetonte Allradantrieb (40:60) mit drei Differenzialsperren, das extrem schnell schaltende Neungang-Automatikgetriebe, die Doppelquerlenker-Einzelradaufhängung vorn sowie die adaptive Verstelldämpfung.

Die Neuinterpretation des unverwechselbaren Designs setzt mit der AMG-spezifischen Kühlerverkleidung, den Radlaufverbreiterungen, den markanten Sidepipes der Abgasanlage und den bis zu 22 Zoll großen Rädern charakterstarke Akzente.

„Der neue AMG G 63 bringt Driving Performance in ungeahnter Form in das Segment der reinen Geländewagen. Aufgrund des Kult-Status des G 63 bei unseren Kunden und Fans war es uns wichtig, an den ursprünglichen Charakter anzuknüpfen. Mit dem 4,0-Liter-V8-Biturbo sowie der erreichten Fahrdynamik, der Agilität und in Kombination mit den Offroad-Eigenschaften hat das Fahrzeug technisch eine neue Dimension erreicht“, so Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH. „Dies gilt für die gesamte G-Baureihe, für deren Fahrwerks- und Chassisentwicklung sowie V8-Kompetenz Mercedes-AMG verantwortlich zeichnet.“

Der AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor löst nun auch im G 63 den bisherigen 5,5-Liter-V8-Biturbomotor ab. Er leistet hier 430 kW (585 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 850 Nm bereit. Es steht über ein breites Drehzahlband von 2.500 bis 3.500/min zur Verfügung und vermittelt so das Gefühl überlegener Souveränität. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 km/h ist in 4,5 Sekunden erledigt. Der dynamische Vortrieb reicht bis zur abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h, mit AMG Driver‘s Package bis 240 km/h.

Für mehr Effizienz hat Mercedes-AMG den V8-Motor im G 63 mit der Zylinderabschaltung AMG Cylinder Management ausgestattet. Im Teillastbereich werden die Zylinder zwei, drei, fünf und acht deaktiviert, was den Kraftstoffverbrauch deutlich absenkt. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beträgt 13,2 l/100 km, die kombinierten CO2-Emissionen liegen bei 299 g/km.

Im G 63 kommt das AMG Speedshift TCT 9G Getriebe zum Einsatz. Durch die eigenständige Software-Applikation konnten sehr kurze Schaltzeiten realisiert werden. Die Mehrfachrückschaltung ermöglicht schnelle Zwischenspurts, während die Zwischengasfunktion in den Fahrprogrammen „Sport“ und „Sport Plus“ das Fahrerlebnis noch emotionaler macht. Zudem sorgen definierte Zündungseingriffe für noch schnellere Gangwechsel.

Die breite Gangspreizung ermöglicht wahlweise ein sehr sportliches oder sehr komfortables und effizientes Fahrerlebnis. In allen Fahrprogrammen erfolgt das Anfahren im ersten Gang, um stets einen dynamischen Spurt aus dem Stand zu gewährleisten. Neu ist die Position des Direct Select Wählhebels als Lenkstockhebel in Lenkradnähe.

Der serienmäßige Allradantrieb AMG Performance 4Matic zeichnet sich durch die heckbetonte Momentenverteilung von 40 Prozent an die Vorderachse zu 60 Prozent an die Hinterachse aus. Diese Auslegung sorgt für gesteigerte Agilität auf der Straße sowie verbesserte Traktion beim Beschleunigen. Beim Vorgänger war die Verteilung neutral 50:50.

Für den harten Einsatz im Gelände wurde die serienmäßige Geländeuntersetzung weiterentwickelt. Sie trägt dazu bei, dass der G 63 noch anspruchsvollere Off-Road-Passagen meistert. Das Untersetzungsverhältnis des Verteilergetriebes beträgt jetzt 2,93 und ist damit deutlich kürzer als beim Vorgängermodell (2,1). Das erleichtert insbesondere das Anfahren an extremen Steigungen, weil die Drehmomente an den Antriebsrädern deutlich erhöht werden.