A U T O . F O K U S • auto-motor-special 03/2020
erstellt am 13.01.2020

Laura ist eine perfekte Ergänzung zu Škodas Simply Clever Features
Fotos: Škoda, Franz Weichinger

Diese Sprachsteuerung ist die Zukunft

Laura - übernimmst Du bitte?

Škoda Chief Digital Officer Andre Wehner und Leiter Connectivity Sebastian Lasek im Doppelinterview über die digitale Sprachassistentin Laura. Laura versteht bereits fünfzehn Sprachen und ist im Scala, Kamiq, Superb iV und im neuen Octavia verfügbar.

SALZBURG (at). Das Auto der Zukunft wird per Sprachbefehl gesteuert. Doch bereits heute machen sich zahlreiche AutofahrerInnen die Technologie zunutze und steuern einige Funktionen im Fahrzeug nur durch ihre Stimme.

Škodas neue erweiterte Sprachsteuerung hört auf den Namen Laura und versteht auch fließend gesprochene ganze Sätze – der Fahrer muss keine festgelegten Kommandos oder Floskeln verwenden. Laura gehört zum Funktionsumfang des Top-Infotainmentsystems Amundsen und ist u.a. im neuen Škoda Kamiq - Testbericht auf einen Klick.

Mit „Okay, Laura!“ wird die erweiterte Sprachsteuerung aktiviert. Mit ihrer Einführung untermauert Škoda die Position seiner beiden neuesten Modelle Kamiq und Scala als Vorreiter in ihren Segmenten bei Infotainment und Konnektivität.

Andre Wehner, Škoda-CDO, und Sebastian Lasek, Leiter Connectivity, sprechen im gemeinsamen Interview über die Vorteile der digitalen Sprachassistentin Laura und deren Lernfähigkeit.

Okay, Herr Wehner! Warum setzt Škoda auf eine digitale Sprachassistentin?

Wehner: Wir wissen von unseren Kunden, dass die Bedienung von Funktionen per natürlicher Sprache immer wichtiger wird. Deshalb haben wir die digitale Assistentin Laura eingeführt, die unsere Kunden bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Laura ist eine perfekte Weiterentwicklung zu unseren Simply Clever Features, die wir bereits seit den 1920er Jahren in unseren Fahrzeugen anbieten, und ergänzt dabei gleichzeitig auch die digitalen Features.

Was ist der Vorteil der digitalen Sprachassistentin Laura?

Andre Wehner (im Bild links): Laura bietet mehr Komfort. Als echte Mobilitätsbegleiterin unterstützt sie die Škoda-Fahrer unterwegs, bei der Reiseplanung zuhause oder beim Besuch der Škoda-Webseite. Im Fahrzeug können Fahrer Telefon-, Navigations- und Infotainmentfunktionen per Sprachsteuerung bedienen. So können sie die Hände jederzeit am Lenkrad lassen und auf natürliche Art mit dem Fahrzeug kommunizieren. Zuhause können Kunden von ihren Smart-Home-Assistenten, etwa Alexa oder Google Home, Auskunft über den Fahrzeugstatus erhalten. Das bezieht etwa den Kraftstoff- bzw. Batterieladestand und die gegenwärtige Parkposition mit ein. Gleichzeitig können Informationen auch direkt ans Fahrzeug geschickt werden, beispielsweise eine zuhause recherchierte Restaurant-Adresse direkt ins Navigationssystem.

Okay, Herr Lasek, welche Vorteile bringt ein Sprachassistent für die Innenraumgestaltung der Fahrzeuge?

Lasek: Wer einen neuen Škoda fährt, hat die Wahl, ob er die Sprachsteuerung nutzen oder konventionell haptische Bedienelemente verwenden möchte. Bei der Gestaltung unserer Fahrzeuge berücksichtigen wir die Wünsche der Kunden und werden beobachten, wie die Sprachsteuerung genutzt wird. Tendenziell bietet sie zudem die Möglichkeit, die Anzahl von Knöpfen und Schaltern zu reduzieren und die Bedienung zu erleichtern.

Ist Laura lernfähig?

Wehner: Laura ist noch jung und bietet grundlegende Funktionen, aber sie entwickelt sich kontinuierlich weiter. Im neuen OCTAVIA versteht sie natürliche Sprachen bereits deutlich besser als zuvor. Benutzern von Alexa oder Google Home bietet Laura immer mehr Funktionen.

Welche Sprachen versteht Laura?

Lasek: Laura ist ein richtiges Sprachtalent. In unseren Fahrzeugen versteht Laura Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Griechisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Türkisch. In den Sprachen Tschechisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch versteht sie sogar fließend gesprochene Sätze. Man muss also nicht mehr sagen: ,Erhöhe die Temperatur um 1 Grad‘, sondern einfach: ,Laura, mir ist kalt.‘ Laura erkennt die Wünsche der Passagiere aus ihrem bisherigen Nutzerverhalten.

In welchen Fahrzeugen fährt Laura bereits mit?

Lasek: Mit Laura können Škoda-Fahrer im Scala, Kamiq, Superb iV und im neuen Octavia sprechen. Sie wird natürlich in allen künftigen Modellen von Škoda verfügbar sein.

In welchen Sprachen versteht sich Laura mit anderen Sprachassistenten?

Wehner: Laura kann mit den weit verbreiteten Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Home kommunizieren. Über Alexa versteht Laura bereits Englisch, Deutsch und Französisch – Spanisch und Italienisch folgen schon bald. Google Home ist auf Englisch verfügbar; Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch folgen in 2020.

Was können wir künftig noch von Laura erwarten? Wie entwickelt sie sich weiter und wo wird sie uns künftig noch begegnen?

Wehner: Die Fähigkeiten der digitalen Assistentin Laura werden wir kontinuierlich weiterentwickeln, verbessern und ausbauen. Das System wird in kommenden Modellen verfügbar sein. Künftig wird Laura beispielsweise erste Fahrzeugfunktionen einstellen können und noch flexibler auf ganze gesprochene Sätze reagieren; sogar eine Art digitaler Small Talk wird möglich sein. Denkbar sind künftig zudem Anwendungen der erweiterten Sprachsteuerung auch außerhalb des Fahrzeugs in anderen Bereichen mit Škoda-Bezug, zum Beispiel bei mobilen oder Web-Anwendungen sowie im Online-Konfigurator. Kunden in Spanien können beispielsweise auf den Webseiten der dortigen Škoda-Importeure bereits mit Laura sprechen. In Kürze wird Laura auch auf den Webseiten von Importeuren in anderen Ländern verfügbar sein.

Wie bringt man einer Sprachassistentin Dialekte bei?

Wehner: Was Dialekte anbelangt, so definieren wir Synonyme für bestimmte Wörter in dem jeweiligen Sprachmodell. Damit stellen wir sicher, dass Laura unsere Kunden so versteht, wie sie im täglichen Leben sprechen. Laura versteht bereits einige Dialekte und sie lernt schnell hinzu.

Herr Wehner, Herr Lasek, vielen Dank für das Gespräch.